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Hohenfels-Essingen ... auf den Spuren des Basalt
Dank an die Muttergottes:
Die Grotte am Mühlenberg

veröffentlicht im Trierischen Volksfreund am 12.09.2013,
von Alois Mayer

"Huwwelshem" - nennen Einheimische den Ort, dessen hochdeutscher Name Hohenfels lautet. Und in der Tat: Hohe Felsen umgeben dieses 350-Einwohner-Dorf. In einer Basaltwand findet man eine Marienfigur.

Hohenfels-Essingen. Besonders typisch für Hohenfels und die dortige Landschaft ist der hohe Mühlenberg, Ziel vieler Wanderer und Geologen. Neben seltenen Pflanzen findet man dort beeindruckende Felsformationen und große Basalt- und Mühlsteinhöhlen, in denen bis in die Neuzeit Mühlsteine und Basaltblöcke für den Straßen- und Häuserbau gebrochen wurden.

Mindestens genauso interessant ist aber die Grotte an jener großen Basaltwand, in der eine anmutige Marienfigur steht. Denn diese Grotte verdankt ihr Entstehen einem bewegenden Ereignis und Gelübde.

Ende des 19. Jahrhunderts unterrichtete der Lehrer Julius Schulz an der Volksschule Hohenfels. Es war seine erste Lehrerstelle, und er setzte sich mit Fleiß und Kraft für das Wohlergehen der Kinder und deren Ausbildung ein. Im frühen Sommer unternahm Lehrer Schulz mit seinen Schülern einen Ausflug zu den Dauner Maaren. Am Weinfelder Maar besichtigte man die alte Kapelle, dann rannten die Kinder hinunter ans Wasser. Dort lag ein Kahn am Ufer. Der Lehrer und etliche Kinder stiegen ein und ruderten hinaus aufs stille Wasser. Doch das Boot war nicht dicht. Wasser drang ein, nässte bereits die Füße der Kinder, die immer unruhiger und ängstlicher wurden. Die Beruhigungsversuche des Lehrers und die vergeblichen Versuche, das Wasser mit den bloßen Händen herauszuschöpfen, nützten nichts. Die Panik wuchs. Die Schreie nahmen zu. Das Boot drohte zu kentern.

DORF GESCHICHTE(N)

In dieser Situation gelobte Lehrer Schulz, falls er und die Kinder heil und gesund wieder ans Maarufer kämen, zum Dank der Muttergottes eine Statue mitsamt einer Grotte auf dem Mühlenberg zu stiften. Für den Lehrer war es wie ein Wunder, dass alle wieder ohne Schaden das rettende Ufer erreichten. Julius Schulz hielt sein Versprechen. Er leitete alles in die Wege, sein Gelübde wahr werden zu lassen, wurde kurze Zeit später aber nach Wehrden an der Saar versetzt. Auf seine Veranlassung wohl wurde sein Werk durch den 1895 gegründeten Verschönerungsverein Hohenfels-Essingen fertig gestellt.

1897 war die Grotte fertig. Auch eine beeindruckende Lourdes-Madonna, gekauft in Trier, fand ihre würdige Aufstellung. Hoch thront sie an der schwarz-braunen Krotzenwand, durch ein Gitter gegen Vandalismus geschützt.

Links unten von ihr kniet Bernadette Soubirous, der der Überlieferung nach 1858 in Lourdes mehrmals die Gottesmutter erschienen war. Diese Figur wurde um 1900 angeschafft und dann in einer weiteren kleinen Grotte aufgestellt, ebenfalls von den Hohenfelsern mühevoll aus der harten Wand geschlagen.

"Wanderer, bete ein Vaterunser für den Erbauer dieser Grotte Julius Schulz", fordert eine Gedenktafel auf. Jener Hohenfelser Volksschullehrer, der 1896 Luise Becker aus der Burg Oberehe zur Frau genommen hatte, studierte im Saarland weiter und wurde Realschullehrer in Koblenz, wo er bis zu seiner Pensionierung im Jahr 1931 unterrichtete. Danach zog das Ehepaar nach Düsseldorf, wo Julius Schulz am 7. Dezember 1933 starb, "am Vorabend des Festes der Unbefleckten Empfängnis", wie es auf der Gedenktafel jener Grotte steht, die er stiftete.