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Hohenfels-Essingen ... auf den Spuren des Basalt

Mühlenberg , Schlackenvulkan mit Lavastrom
(nach Fridolin Hörter)

Durch seine vielen Höhlen und der darin erhaltenen Bauernfestung der frühen Neuzeit und großen, zum Teil noch heute betriebenen Steinbrüchen, ist der Mühlenberg wohl das bekannteste Steinbruchgebiet für Mühlsteine im Westeifler Vulkangebiet.

Davon berichten fast alle geologischen und allge­meinen Beschreibungen der Eifel, dass vor 50 Jahren dort Steine für Lohmühlen gebrochen wurden. In einer Abhandlung von 1886 wurde berichtet, dass von Hohenfels 1822 Mühlsteine für die Lohmühlen der Gerbereien von Stavelot­ Malmedy geliefert wurden. Bereits 1853 wurden die Brüche als verlassen bezeichnet. Doch durch die Verkehrserschließung der Eifel, hoffte man die Brüche wieder neu zu beleben.

So wird in der »Denkschrift über die von Koblenz durch die Eifel nach Trier zu erbauende Eisenbahn« über Hohenfels ausge­führt: »Die Mühlsteinbrüche bei Hohenfels, deren Fabrikate die Lohe flockiger mahlen, als irgend eine andere Steinart, sind schon jetzt für Lohmühlen in Elsaß und Belgien vorzugsweise gesucht und auf zu erwartender Güterverkehr 200 Stück Mühlsteine a 30 Ztr aus Hohenfels«. 1914 wurde ein Foto (liegt leider nicht vor) des großen Basaltlavasteinbruchs im Mühlenberg unterhalb der »Schwedenfeste« veröffentlicht, in dem 10 Mühlsteine zum Abtransport bereit stehen.  Eine andere Quelle berichtet »es werden noch jährlich 50 Mühl- und Kollergangsteine in Hohen­fels angefertigt«.





Auf einer Karte (liegt leider nicht vor) ist die »Gerechtigkeit Hohenfels um 1700« ab­gebildet, auf der Steinbrüche mit Zuwegen im Wald des Mühlenberges verzeich­net, sind. Neben den vielen Steinbrüchen, halbfertigen und zerbrochenen Mühlsteinen, den Abbaustellen an Schweißschlacken- und Basaltlavafelsen, zeugen auch die Wegekreuze um den Mühlenberg, die aus seiner Schweißschlacke gehauen sind, von den Arbeiten der Hohenfelser Mühlsteinhauer. Ihre Jahreszahlen 1687, 1719, 1728, 1766 und 1782 vermitteln die Zeiten reger Steinbruchtätigkeiten und sind Hinweis auf die gefahrvolle Arbeit.

Neben den Mühlsteinen aus Schweißschlacke wurden auch an den fe­sten Basaltlavafelsen Mühlsteine ausgehauen, wie Werkstücke und Arbeitsspuren in der Nähe und unterhalb der »Lourdesgrotte« vielfältig belegen. Unterhalb des Steilabfalls liegen im Wald bis zur Feldgrenze verstürzte Blöcke, die Arbeits­spuren aufweisen, die nur gehauen sein können, als diese Blöcke vor ihrem Ab­sturz noch im Zusammenhang mit der Lavaplatte waren. Diese Mühlsteine haben 130 bis 160 cm d und sind 22 bis 40 cm hoch.

Da die jüngeren Steinbrüche vielfach die älteren Abbaustellen mit ihrem Abraum überdecken, sind nur an wenigen Stellen ältere Mühlsteinformen erhalten. Bisher sind nur ein Läuferstein vom Mühlenberg bekannt, der bei 156 cm d, 28 cm Rand­stärke und 43 cm Gesamthöhe einen 14 cm breiten Wulst um das 18 cm weite Mühlenauge hat und damit an hochmittelalterliche Formen anknüpft. Auch eine Bliedenkugel von 35 cm d belegt einen mittelalterlichen Steinbruchbetrieb.

An der Nordseite des Mühlenberges konnten im Blockfeld unterhalb des noch betriebenen Großsteinbruches mehrere Rohsteine für römerzeitliche Kraftmühlen festgestellt werden.  Diese Steine ordnen sich nicht nur durch ihre Maße (d = 80 bis 90 cm, h = 30 bis 35 cm) den im Rheinland üblichen Größen ein, sondern sie zeigen bei begonnener Feinbearbeitung die für die Römerzeit ty­pischen Schlagmale der schrägen Flächthiebe von 4 bis 5 cm breiten Werkzeug­schneiden. Beim Versuch, einen solchen Mühlstein ganz freizulegen, ist auch ein halber Handmühlstein (d = 43 cm, h = 14 cm) gefunden worden. Er zeigt die gleichen Werkzeugspuren und hat schon die konkav-konvexe Form römischer Getreidemühlen.