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Hohenfels-Essingen ... auf den Spuren des Basalt

Die Schwedenfeste bei Hohenfels
(Aufsatz von Fridolin Hörter)

In den alten Steinbrüchen auf dem Mühlenberg nördlich von Hohenfels
hat sich eine Bauernfestung des dreißigjährigen Krieges erhalten. Die
älteste Nachricht davon verdanken wir dem Trierer Geologen
J. Steininger, der 1819 berichtete: "Nicht weit davon liegen die
Mühlsteinbrüche von Hohenfels, welche im dreißigjährigen Kriege den
Bewohnern der Gegend als Zufluchtörter gedient haben sollen.

Etwas mehr schreibt J. H. Schmitz 1858 dar­über: „in der Nähe von Hohenfels befindet sich auf einer Anhöhe ein bewaldeter Berg­kessel, welcher unterirdische Höhlen hat, die alte Mühlsteinbrüche sind. Die Eingänge zu denselben sind enge, und noch Spuren daran vorhanden, welche darauf hindeuten, dass sie einst mit Türen versehen waren, und ver­riegelt werden konnten. Auch finden sich an den Höhlen Löcher, die zu Schießscharten gedient haben mögen. Diese Höhlen dienten nach der Volkssage im dreißigjährigen Krieg zu Zufluchtsstätten und Verschanzungen für die Gemeinden Bettingen (?-wohl Betteldorf), Essingen und Hohenfels, und ein General der Schweden soll den Ausspruch getan haben: Nie habe ich so viel Leute verloren, als vor diesen Fuchslöchern! In der Nähe ist das Heiligenfeld, auf welchem den Schwe­den eine Schlacht geliefert worden sein soll. Ein bejahrter Mann erzählte, wie er von, seiner Großmutter gehört habe, dass man zur Zeit, wo die Schweden im Lande schrecklich hausten, zu den Kindern gesagt habe:

Bet, Kindchen, bet!
Morgen kommt der Schwed';
Morgen kommt der Ochsenstieren,
Der wird die Kinder beten lieren."

Die späteren Berichte über die Schweden­feste bei Hohenfels fußen wahrscheinlich auf diesen Quellen und berichten mehr vom Hörensagen, statt auf Grund eigener Beob­achtungen. So ist meines Wissens bisher noch keine eingehendere Darstellung dieser gut erhaltenen Anlage im Mühlenberg gege­ben worden.

Bei der Schwedenfeste handelt es sich um eine gut begehbare Höhle von 22,7 Meter Länge, die zwischen 3,5 bis 10 Meter breit und 1,3 bis 2,5 Meter hoch ist. Ihre Boden­fläche wird etwa 135 m2 betragen. Die Höhle ist nach dem Ausbau des Gesteins zu Mühlstei­nen dadurch geschaffen worden, dass man drei nebeneinander liegende Abbaustollen miteinander verband und die bisherigen Stol­leneingänge vermauerte und verschüttete.

Diese drei Stollen gingen von einer in Nord­-Süd-Richtung angelegten Abbauschlucht aus und wurden schräg nach unten in die Ost­wand eingetrieben. Auf der beigegebenen Zeichnung lassen sich die Abbaurichtung und die Erweiterung dieser Stollen durch die Verengungen der Höhle und die stehen geblie­benen Steinpfeiler erkennen.




Der südliche Stolleneingang wurde mit einer 75 cm dicken Mauer geschlossen, welche die Eingangstür und die Schießscharten enthält. Die Lage der Tür, welche den Angreifer zwingt die deckungslose rechte Körperseite dem Verteidiger auszusetzen, die Konstruk­tion und die Verriegelung der Tür sowie die Art der Schießscharten entsprechen bei dieser Anlage noch der spätmittelalterlichen Burgen­bauweise. Die Mauer ist nicht allein aus den örtlich anstehenden Vulkangesteinen, sondern auch aus devonischen Schieferplatten mit gutem Kalkmörtel errichtet worden. Zum Tür­sturz wurde außen ein halber Mühlstein verwen­det. Innen diente ein längst vermoderter Bal­ken dem Mauerwerk als Sturz. Der Mauer­anschlag für den Türflügel wurde erst nach der Errichtung der Mauer ausgehauen. Der Türriegel konnte als eingemauerter Schiebe­balken ganz in das westliche Mauerwerk eingeschoben werden. Auch hing die Tür nicht in eisernen Angeln, sondern sie bewegte sich wie alte Burg- und Scheunentore unten in einer Pfanne und wurde oben in einem Zapfenloch des Türsturzes gehalten.

Von den vier Schießscharten der Befesti­gung befindet sich die erste neben der Tür
unter dem Sturz und schützt die Wehrmauer. Durch die zweite werden die Angreifer be­droht, welche sich der Tür nähern. Die dritte sichert mit ihrem weiten Schussfeld das Vor­gelände, während die kleine vierte Schieß­scharte durch die Öffnung der dritten versteckt wieder die Eingangstür zur Höhle schützt. Mit wenigen entschlossenen Männern konnte auf diese Weise die Höhle gut vor Angreifern verteidigt werden.

Heute ist durch nachgerutschtes Erdreich der Eingang zur Höhle fast um ein Viertel der ursprünglichen Höhe verschüttet. Auch im Innern hat der nachgerutschte Sand aus den zugeschütteten Stolleneingängen den ehe­maligen Höhlenboden etwas erhöht. Dieser war einmal sorgsam geebnet. Man erkennt das an den Steinsetzungen auf der Ostseite der Höhle. Dort führte der Boden der alten Mühlsteinbrüche tiefer in den Berg. Durch die Steinsetzungen und die Auffüllung wurde der Höhlenboden waagerecht. In den dadurch entstandenen tieferen Teilen der Höhle konnten Vorräte gelagert werden.

Der Südostteil der Höhle weist noch eine bemerkenswerte Besonderheit auf. Dort be­findet sich unter einem nach oben führenden kaminartigen Felsspalt, der zu einer seitlich über der Höhle befindlichen waagerechten Kluft führt, eine Steinsetzung für die Herdstelle. Ob sich die heutigen Steine noch in der Ori­ginallage befinden oder ihre Lage erst von jüngeren Besuchern der Höhle bekommen haben, wage ich nicht zu entscheiden. Doch wird sich schon vor Jahrhunderten an dieser gut belüfteten Stelle ein Herdplatz befunden haben. Kamin und Kluft sind künstlich erwei­tert. Zur Not konnte sich auch ein Mann durch diesen Kamin zwängen. Damit hätte die Höhle auch einen versteckten Einstieg gehabt.

Betrachtet man den Grundriß der Höhle, so zeichnet sich im Südostteil ein Aufenthalts­raum für Menschen ab, während der schmä­lere lange Nordteil einen sicheren Viehstall abgibt. Die Lage der Schwedenfeste an der Kuppe des Mühlenberges spricht sehr dafür. Denn im Nordosten geht der Mühlenberg in die weite Feldflur über, die sich auf dem Hohenfelser Lavastrom befindet. Diese war bis in die Neuzeit an den steilabfallenden Rändern vom Wald halbkreisförmig umschlos­sen. Von dieser Flur aus konnten die Bewoh­ner in unsicheren Zeiten beim Herannahen fouragierender Soldatentrupps schnell ihr Vieh in der Höhle verbergen. Es führt auch ein halb verfallener Hohlweg von der Schweden­feste sofort auf die Hochfläche.

Vielleicht war für Menschen und wertvolle Habe außer dem gesicherten Viehstall in den weitverzweigten anderen Höhlen noch ein weiterer versteckter Unterschlupf? Im letzten Krieg suchten die Bewohner der Gegend in diesen Höhlen Schutz vor Luftangriffen. Bei der Herrichtung der Schutzräume sollen dabei tiefere Teile der Höhlen verschüttet worden sein.

Dass in solchen Höhlen zu Kriegszeiten Vieh versteckt wurde, ist auch durch Überliefe­rungen von den Höhlen des Steffelner Kopfes belegt. In dem 13 km nordwestlich von Hohen­fels gelegenen Berg waren ebenfalls alte unterirdische Mühlsteinbrüche. Jak. Schneider erwähnt 1843 diese Höhlen als Zufluchts­stätten im dreißigjährigen Krieg. Er hält diese Höhlen aber für römerzeitliche Steinbrüche. Die Erinnerung an die dortige mittelalterliche Mühlsteingewinnung schien in Steffeln verlorengegangen zu sein. In den Notizen des Rh. Landesmuseums Trier werden von einer Begehung im Jahre 1913 neben römischen Gebäudetrümmern auf dem Steffelner Kopf auch mehrere Höhlen erwähnt. Dort heißt es: „Man nennt irgendeine Stelle des SO Hanges zu den sieben Kammern". Einige Schritte abwärts von der Spitze im Süden liegt ein dick bemooster runder Stein, wie ein unferti­ger Mühlstein im Aussehen, rundum zer­brochene Steine, etwas weiter tief einschnei­dende Mulden (wie Steinbruch). Steile Wand mit Höhlen. Als Abschluss stehen gebliebene Brücke soll „Kälberstall" heißen, wohin in Kriegsgefahr Vieh geflüchtet wurde."

Leider sind die Steffelner Höhlen vor einigen Jahren zur Lavasand-Gewinnung abgetragen worden. Lediglich einige der dabei gefun­denen Mühlsteine wurden von Steffelner Bürgern gesichert. Die Bergkuppe ist ohne wissenschaftliche Untersuchung der Höhlen und der auf der Höhe befindlichen vorrömi­schen und römischen Anlagen abgebaut wor­den. Nach einem mir mitgeteilten Bericht sol­len beim Abbau der Höhlen, die in einer 3-4 Meter hohen festen Schweißschlackenschicht angelegt waren, auch Schächte angetroffen worden sein, die mit menschlichen Gebeinen und Erde verfüllt gewesen seien. Eine Fund­meldung ist unterblieben, da befürchtet wurde, dass der Lavaabbau dadurch hätte vorüber­gehend etwas verlagert werden müssen!

Nach der Darstellung der Hohenfelser Anlage stellt sich die Frage, ob die örtliche Über­lieferung auch mit der Geschichte überein­stimmt? Dass es sich bei den Höhlen um ältere Mühlsteinbrüche handelt, beweisen nicht nur die vielen halbfertigen und missglückten Mühl­steine, die im Hohenfelser Bereich so vielfältig anzutreffen sind, sondern auch die deutlichen, kreisförmigen Ablösespuren an den Wänden der Schwedenfeste selbst. Wie an anderen Orten der Vulkaneifel wurden in Hohenfels Mühlsteine nicht nur aus der harten Basalt­lava, sondern auch aus den festverbackenen Schweißschlacken der Vulkankegel gefertigt. Ihr Durchmesser beträgt meist 140-155 cm bei 30-35 cm Dicke. In der vulkanischen Westeifel sind mehr Mühlsteine aus diesen Schweißschlacken als aus Basaltlava hergestellt worden.

Die Mühlsteine wurden mit den Zweispitz­hämmern aus dem festen Gestein in ihrer Rohform ausgehauen und anschließend von zwei Arbeitern von der Wand gelöst. Dabei führte der eine Arbeiter einen keilförmigen Schrothammer am Stiel in der vorgeschlage­nen Ablöserille und der andere schlug mit einem Zuschlaghammer kräftig auf die Bahn des Keilhammers, bis sich der Mühlstein ab­spaltete. Daher sind in den Eitler Mühlstein­brüchen meist nur die scharfbegrenzten Schlag­rillen und selten Keilabdrücke zu sehen.

Bisher sind keine Berichte von den Hohenfel­ser Mühlsteinbrüchen aus dem Mittelalter bekannt. Als älteste Quelle dieses alten Eif­ler Gewerbezweiges kann die Erwähnung der „Steinkaulen" zu Daun und Uedersdorf im Jahre 1506 im Weisthum von Scheid­weiler gelten. - Der Scheidweiler Hofmann der Abtei Springiersbach musste nach dem Weisthum alle drei Jahre eine genaue be­schriebene „ Mühlensteinfahrt" zu diesen Brü­chen unternehmen. - In den Rechnungen der Herrschaft Gerolstein 1548 und der Kassel­burg 1582 bis 1590 sind Einnahmen aus Mühlsteinbrüchen verzeichnet.

Da die alten Steinbrüche im weiten Umkreis um Hohenfels den früh genannten Stein­brüchen gleichen, werden sie mindestens das gleiche Alter haben. In Hohenfels sind diese Brüche im 17. und 18. Jahrhundert wei­ter betrieben worden, wie man an den Wege­kreuzen bei Hohenfels erkennen kann. Diese sind zwischen 1687 und 1766 datiert und aus dem Schlackenmaterial des Mühlenberges hergestellt worden. Die erste neuzeitliche Erwähnung von Hohenfelser Mühlsteinbrüchen bringt Nose 1790. Er beschreibt das Gestein des „Hüppeler Steinbruchs" auf dem Feuerberg südlich von Hohenfels. Vom Mühlenberg, oder der Weißlei - wie 1819 Steininger den Mühlenberg nennt, berichtet Nose nichts. Auf der ältesten topographischen Kartenauf­nahme von 1809 (Tranchot-Karte) sind nament­lich bezeichnete Mühlsteinbrüche am Feuer­berg eingetragen. Dort am Feuerberg liegt auch noch ein missglückter Mühlstein, der mit der Andeutung eines Einfülltrichters ein sehr hohes Alter verrät. Nach bisherigen Erkennt­nissen sind solche Formen nach 1200 nicht mehr hergestellt worden. Demnach haben die Mühlsteinbrüche bei Hohenfels das notwen­dige Alter, so dass dort im 16. und 17. Jahrhundert bestimmt schon Steinbrüche waren, in die zu Kriegszeiten die Bevölkerung flüchten konnte.

In jüngerer Zeit scheint der Name „Schwe­denfeste" allgemein verwendet zu werden. Die von Wackenroder in den Kunstdenk­mälern des Kreises Daun verwendete Bezeich­nung „Bauernburg" trifft aber besser das Wesen dieser Anlage, die ja zum Schutz der Bevölkerung vor solchen Soldaten errichtet wurde.

Die Volkserinnerung an den großen Krieg hat viele Befestigungen, Unglücksstellen und Wegekreuze mit der Namenserinnerung „Schweden" bedacht, obwohl es keine ge­schichtlichen Belege für größere Streifzüge schwedischer Truppen durch die Eifel gibt. Doch wurden auch alle mit den Schweden verbündeten protestantischen Truppen in der Eifel Schweden genannt. Besonders waren es die hessischen Truppen, welche sich in den Jahren nach 1640 mit den kaiserlichen Truppen am Rande der Nordeifel größere Kämpfe lieferten, die im Bewusstsein der Eifeler als die Schweden des dreißigjährigen Krieges in Erinnerung blieben. Seit Beginn des großen Krieges waren es spanische, französische, lothringische und kroatische Truppen, die immer wieder auf den Verbindungswegen zwischen den spanischen Besitzungen in den Niederlanden und dem Mittelmeerraum durch die Eifel zogen.

Freund und Feind bedrängten dabei in gleich schlimmer Weise die Bevölkerung durch ihre gewaltsame Requisitationen und rücksichts­lose Plünderungen. So ist das Jahr 1635 als „Das böse Kroatenjahr" in Erinnerung geblie­ben. Zusammen mit den Pestverlusten der Jahre 1630 bis 1636 erlitt die Eifelbevölke­rung große Einbußen. So sind nach den Feuerstättenbüchern der benachbarten Kalk­gebiete des Kreises Prüm die Bevölkerungs­zahlen zwischen 1624 und 1654 um 70 zurückgegangen. Diese Verluste sind zum Teil auf Abwanderung aus den besonders gefährdeten Gegenden in der Nähe der großen Durchgangswege in abgelegene sichere Ge­genden zurückzuführen. Viele Güter lagen jahrzehntelang in der Eifel „pfleglos". Trotz teilweiser Rückkehr hatte die Bevölkerung 1667 erst wieder 60 % der Zahlen von 1624 erreicht.

Doch Not und Drangsal begann nicht erst im dreißigjährigen Krieg. Schon seit dem 15. Jahrhundert war die Eifel Durchgangsgebiet für die Truppen in den politisch-territorialen und konfessionellen Auseinandersetzungen der Zeit. So führten die Streitigkeiten zwischen Frankreich und Habsburg um des Erbe Karl des Kühnen 1477-1498, der „Truchseßsche Krieg" 1582/83 und der Erbfolgestreit um das Herzogtum Kleve-Jülich 1608-1614 viele plündernde Soldatenhaufen durch die Eifel.

Mit dem Dreißigjährigen Krieg war das Elend nicht beendet. Dieses fand seine Fortset­zung in den franz. Eroberungskriegen gegen die Niederlande 1667/1668 und 1672-1678, den Reunionskriegen 1688-1697 und dem spani­schen Erbfolgekrieg der Jahre 1701-1714. Diese über Generationen laufenden kriege­rischen Belastungen ließen die wirtschaft­liche Entwicklung in der Eifel anders ablaufen wie in vergleichbaren deutschen Landschaf­ten. Während in Hessen ab 1500 ein starker Ausbau der Landwirtschaft, des Gewerbes und des Handels zu beobachten ist, wird in der Eifel eine lange Stagnation auf diesen Gebieten bis in das 18. Jahrhundert festge­stellt. Dies wird durch fortdauernde Wüstfallung von Siedlungen, dem Rückgang der Bevöl­kerungszahlen und auch durch Vergrabung von Münzschätzen untermauert.

Es war also genügend Anlass gegeben, dass die Bewohner der Eifel öfter versuchten, sich und ihre Habe in die Wälder zu flüchten. Für einige Orte der Eifel ist dies schriftlich belegt. So schreibt der Kellner E. Keiffenheim von der Burg Olbrück am 2. 6. 1689 an seine Her­rin Freifrau von Walbott-Bassenheim in einem Bericht nach Würzburg: „In diesen gefähr­lichen Zeiten pflegen die Untertanen bei An­zug von Freund- und Feindtruppen das Vieh wegzutreiben und die Dörfer leer stehen zu lassen ... Weib, Kinder und Mägde hatten wir bereits beim ersten Anblick der Franzosen in die Hecken geschickt." In einem Brief vom 20.10.1689 klagt er, dass von einem Hauptmann des verbündeten württembergischen Regi­ments: „die hiesigen Untertanen ungleich ärger tribuniert werden, als es der Feind jemals getan hat; keine Kuhkette ist mehr sicher vor seinen Leuten."

Auf dem Mühlenberg bei Hohenfels hat sich aus vergangenen Notzeiten eine solche Selbst­schutzanlage der arg bedrängten Eifelbe­völkerung erhalten. Das genaue Erbauungs­jahr und der bestimmte Anlass lässt sich wohl kaum noch ermitteln. Diese kleine, doch gut erhaltene Anlage verdient die gleiche Beach­tung und Schutz wie andere Wehrbauten der Vergangenheit, die meist der Unterdrückung des Volkes dienten. Darum sollte die Hohen­felser Bauernfestung bald unter Denkmal­schutz gestellt werden. Mit einigen kleineren Ausbesserungen könnte dem beginnenden Verfall Einhalt geboten werden. Wenn dann noch der Eingang zu dieser Höhle etwas freigelegt würde, käme der Wehrcharakter dieser Bauernburg besser zur Geltung.

Die Gemeinde Hohenfels-Essingen und die Besucher mögen mitbeitragen, dass diese Anlage unversehrt erhalten bleibt. Vor allem darf sie nicht mit Abfällen und Unrat verfüllt werden, wie dies bei der großen Mühlstein­höhle auf dem Nerother Kopf geschieht, bei der in den letzten Jahren ein Seitenstollen bereits mit den auf den Berg geschleppten Abfällen und Unrat verfüllt wurde