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Hohenfels-Essingen ... auf den Spuren des Basalt

Rückblick auf die Firmengeschichte der

Fa. Zettelmeyer in Zusammenhang mit dem

Zähbasalt-Steinbruchbetrieb in Hohenfels.

 

Der Bericht kam nur mit Hilfe des ehemaligen

Betriebsleiters Herrn Josef Kühn aus Konz zustande,

dem an dieser Stelle für die Mithilfe bei der Erstellung

des Berichtes nochmals gedankt wird.



Das Zähbasaltwerk Hohenfels in der Vulkaneifel ab 1947

 


Am 01.01.1947 übergab die


Gewerkschaft Carlsburg II.

Dodenau Kreis Biedenkopf

Sitz KÖLN

 

durch deren Repräsentanten

 

Bergbau Ingenieur Ewald Schmallenbach, Koln-Lindenburg

 

käuflich an die

 

Firma HUBERT ZETTELMEYER KG in Konz bei Trier

 

das Zähbasaltwerk Hohenfels komplett mit allen Produktions- und Versandanlagen.

 

Nach Recherchen, wurde das Natursteinvorkommen vor dem 2. Weltkrieg von der Gewerkschaft Carlsburg II erschlossen und die Produktionsstätte errichtet.

 

Die Firma Hubert Zettelmeyer KG Konz

 

war nach dem 2. Weltkrieg, also nach 1945, ein mittelständiges Familienunternehmen mit zwei Wirtschaftszweigen, einer Maschinenfabrik und einer Bauunternehmung. Beschäftigt wurden zu dieser Zeit ca. 1000 Mitarbeiter.

 

Gegründet wurde das Unternehmen 1897 von Hubert Zettelmeyer. Seine Tätigkeit bestand vor allem darin, Kommunal- und Provinzialstraßen im Rheinland mit Maschinenhilfe (Dampfwalzen etc.) aufzubessern und zu er­neuern. Offenbar bewältigte er die anfallenden Arbeiten so gut, dass im Laufe der folgenden Jahre weitere Dampfwalzen angeschafft und eingesetzt werden konnten. Aus diesen kleinen Anfängen heraus entwickelte sich die Maschinenfabrik für Straßenbaumaschinen und automatisch eine Straßenbauab­teilung.

 

Das Aufstreben der Firma Zettelmeyer lässt sich nicht in einigen Sätzen skizzieren und kann hier nur angerissen werden.

 

Ursprünglich wollte das Unternehmen Zettelmeyer in Hohenfels eine Teermischanlage instal­lieren, wie dies andere Bauunternehmungen in einer Vielzahl von Steinbrüchen von der Pfalz bis hinauf nach Aachen praktiziert haben.

Die Pachtverhandlungen zwischen dem Bergbau Ingeni­eur Schmallenbach und Direktor Bernhard Wirtz von der Fa. Gewerkschaft Carlsburg II und der Fa. Zettelmeyer entwickelten sich so günstig, dass am Ende die käufliche Übernahme des erschlossenen Steinbruchs vollzo­gen wurde. Ab 01.01.1947 wurde der Betrieb von Zettelmeyer übernommen und in der Talstation eine stationäre Aufbereitungsanlage für bituminöse Straßenbaustoffe errichtet, anfangs mit Stein­kohlenteer, später mit Bitumen als Bindemittel.

Nach der Währungsreform im Juni 1948, liefen der Steinbruch und die Aufbereitungsanlage für Schwarzmischgut auf Hochtouren. Das regionale Straßennetz war nach dem 2. Weltkrieg in einem derart maroden Zustand, dass jahrelang die Produktionsstätten für Straßenmaterial den Bedarf kaum befriedigen konnten.

In Hohenfels wurden in den 50er Jahren ca. 100 Mitarbeiter beschäftigt. Sie waren in die Werksfamilie Zettelmeyer voll integriert.

Zettelmeyer war die erste Industriegründung in Konz bei Trier.

Das Familienunternehmen hatte, als sozial engagierter Betrieb, seit Mitte 1930 u.a. eine be­triebliche Alterversorgung in Form einer Unterstützungskasse. Zum damaligen Zeitpunkt gab es in der Zettelmeyer-Unterstützungskasse e. V. über 300 Versorgungsempfänger und fast die gleiche Anzahl bereits als Versorgungsanwärter.

Im Steinbruch Hohenfels wurden in jener Zeit ca. 300 Tonnen Rohmaterial pro Tag herge­stellt, die Aufbereitungsanlage hatte eine Tageskapazität von 200 t Mischgut pro Tag.

Die Frage nach der Rentabilität der Hohenfelser Produktionsstätte kann heute nicht mehr schlüssig beantwortet werden.

Der Steinbruch diente hauptsachlich der Belieferung der Einbaustoffe für die eigenen Baustellen in der Eifel und der Belieferung der Teermischanlage mit Edelsplitten für die Auf­bereitung des Mischgutes.

Die Kosten für Sprengstoffmittel im Steinbruch waren sehr beachtlich, ebenso die Kosten für Löhne bei der Rohmaterialverarbeitung. Das lag wohl an der Struktur und Mächtigkeit des Basaltvorkommens. Sicherlich ein Nachteil gegenüber einem so genannten Säulenbasalt, wie er beispielsweise im Werk Birresborn und Hoffeld vorkam. Diese Steinbrüche wurden damals von dominierenden Abbaufirmen, wie der „Basalt-Union“ und den „Kirner Hartsteinwerken“, sowie Pfälzer Spezialunternehmungen betrieben.

Die Anlagen in Hohenfels belieferten ab 1947 hauptsachlich die eigenen Baustellen der Bauunternehmung Zettelmeyer in der Eifel.

Warum kam es zur Stilllegung der Produktionsstätten in Hohenfels?

 

Nach dem 2. Weltkrieg entwickelte sich die Bauunternehmung Zettelmeyer vom herkömmli­chen Straßenbau - Schotterdecken zur Spezial-Deckenbau zu einer Firma für bituminöser Bauweise, sowie für Zementbeton auf Fernstraßen,  Autobahnen und Flugplätzen.

Das begann 1957 mit einem Bauvorhaben an der BAB Frankfurt-Nürnberg bei Heusen­stamm und fand überall seine Fortsetzung beim Bau des deutschen Autobahnnetzes und bei der Erneuerung von Startbahnen auf Flughäfen.

 

Diese Entwicklung läutete das Ende von Hohenfels ein. Man schrieb das Jahr 1957.

 

Parallel mit der Entwicklung in der Bauunternehmung vom regionalen Straßenbau zur De­ckenbaufirma in Bitumen - und Zementbeton auf Autobahnen und Flughäfen in Deutschland, wurden die bisherigen eigenen Zulieferproduktionsstätten der Mischgutaufbereitungsanla­gen, die Steinbruche und Kiesausbeutungsstätten in die

 

                 Zettelmeyer-Baustoff-Betriebe GmbH & Co. KG zusammengefasst und verwaltet bzw. gesteuert.

Nach der Stilllegung von Hohenfels wurden die Mitarbeiter zum Teil in die Bauabteilung ver­setzt, ein Teil blieb in den bisherigen Standorten.

 

Bleibt noch die Frage,

 

Was ist aus dem im Trierer Land einst hoch angesehenen
blühenden Wirtschaftsunternehmen Zettelmeyer geworden, dass in den 60er Jahren noch auf dem Zenit seiner Geschichte stand und in jener Zeit
ca. 1.500 Mitarbeiter beschäftigte?

 

Der Firma Hubert Zettelmeyer stand, lange Zeit als patriarchalisch geführte Familiengesellschaft, die den Charakter dieser Rechtsform auch wahren wollte, der Kapitalmarkt nicht in dem Maße offen, wie es bei anderen Kapitalgesellschaften der Fall war.

 

Die Großbaustellen der Bauunternehmung, deren Bauzeiten oft über Jahre gingen und die Vorkosten bei der Maschinenfabrik für die Fertigung der Erzeugnisse, erforderten einen ho­hen finanziellen Bedarf. Die zunehmende Konkurrenz auf dem deutschen Bausektor führte zu Verlusten, was schließlich Ende der 60er Jahre die Aufgabe des Produktionszweiges der Straßenbauabteilung zur Folge hatte.

 

Die Firma expandierte, auch bedingt durch die Anforderungen der Großbaumaßnahmen im Rekordtempo und nahm im Verwaltungsapparat in vier Direktionsbereichen die Gestalt eines Konzerns an, dass Management vernachlässigte - sicherlich ungewollt -  das bisherige solide und stabile Gewicht des Unterbaues auf dem Bausektor.

 

Die Maschinenfabrik wurde 1971 rechtlich verselbstständigt.

 

Sie ging schließlich in andere Hände über. Sie ist heute in den weltweiten VOLVO Konzern eingegliedert.

 

Die Muttergesellschaft Hubert Zettelmeyer Konz KG wurde 1975 - 1978 im Vergleichsver­fahren abgewickelt und schließlich im Handelsregister gelöscht.