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Hohenfels-Essingen ... auf den Spuren des Basalt

Basaltbrüche Mühlenberg Hohenfels Essingen


Seit Jahrhunderten waren die Basalte des Mühlenberges bei Hohenfels-Essingen ob ihrer Homogenität, Zähigkeit und Witterungsbeständigkeit gesuchte Werksteine für die Herstellung von Mühlsteinen und später auch von Kreuzen und Denkmälern. Noch im Jahre 1923 war der Mayener Josef Schaefer in der Westeifel unterwegs, um  geeigneten Basalt für große Mühlsteine und Denkmäler zu suchen; er fand die hinreichend großen Blöcke mit bester Qualität hier am Mühlenberg bei Hohenfels-Essingen.


Bald öffnete die Fa. Kaes-Schlink-Schaefer OHG den Steinbruch und Hunderte von Mühlsteinen - meist für die Papierindustrie – verließen den Steinbruch. Sie wurden bis nach Holland, Schweden, Indien verfrachtet. Wie der langjährige Betriebsleiter, Kurt Schaefer, erzählt, wurden bis in die 80er Jahre des letzten Jahrhunderts Mühlsteine aus Hohenfelser Zähbasalt gefertigt. Kurt Schaefer war es auch, der die Techniken für die Gewinnung von Basaltblöcken verbesserte: So wurden die Rohlinge beispielsweise für Kreuze mit Seilsägen und einem Sandgemisch aus den großen Felsblöcken geschnitten, und die Mühlsteine wurden nun nicht mehr per Hand aus dem Anstehenden geschlagen, sondern aus dem Fels gebohrt. An den „Negativformen“ der Basaltblöcke kann man den Abstand der Bohrrillen noch sehr gut erkennen.


Heute werden im Basaltbruch Schlink immer noch Basaltblöcke für Brunnen, Kreuze und Skulpturen vorgehalten. Ob Kreuze und Denkmäler für die Gefallenen der Kriege (z. B. das Ehrendenkmal im Gerolsteiner Kurpark), ob Monumente in El Alamein oder in Belgien, überall war und ist der witterungsbeständige und homogene Zähbasalt aus dem Steinbruch Schlink ein gesuchter Werkstein. Nicht zuletzt dient er auch als beständiger Pflasterstein vor dem Reichstagsgebäude in Berlin.


Die Basaltwand und ihre Entstehung

Beim Blick in den Basaltbruch Schlink ist ein gut 14 m mächtiger, schwarzgrauer Basaltstrom zu sehen, über dem vulkanische Asche- und Lapillischichten liegen. Der Basalt ist sehr homogen und in senkrecht stehende, m-dicke, grobe Säulen zerteilt. Ferner ist der Basalt feinporig und rau, gerade richtig für die Herstellung von Mühlsteinen. Es ist ein typischer Eifeler Alkalibasalt, bestehend aus den Mineralien Olivin, Pyroxen, Magnetit, Feldspat, Foid und einer glasigen Grundmasse.

An der Basis des Basaltstromes ist die unterlagernde Schicht rot gefärbt, eine Konsequenz der Hitzeeinwirkung von gut 1000° C heißer Basaltlava auf den sandig-tonigen Untergrund. Am Rande des Basaltstromes hingegen sind Sediment und Basalt regelrecht „verfingert“, die Basaltzungen reichen m-weit in das angrenzende Sediment. Der Basaltstrom ist hier also wahrscheinlich in ein flaches Becken geflossen. Bevor die Lava alles überflutete gab es auch explosive Phasen, denn basaltische Aschen unterlagern den Lavastrom. Auch nach der Lavaphase kam es zu explosiven Ausbrüchen, der feste Basalt wird von m-mächtigen Asche- und Lapillischichten überlagert.

Im unteren und im oberen Teil des Basaltstromes lässt sich auch eine etwa 1 – 1, 5 m mächtige Lage feststellen, die heller und kompakter aussieht als der mittlere Teil. Diese Partien des Basaltstromes erstarrten schneller als der mittlere Teil; sie sind glasiger, feinkörniger und dichter ausgebildet und daher härter und splittriger als der zentrale Teil des Basaltes. Wirklich bemerkenswert ist, dass die Grenze zu dem grobporigen Basalt bisweilen messerscharf ausgebildet ist, obwohl es ein und derselbe Basaltstrom ist. Der dichte, harte Basalt wurde für Schotter und Split verwendet.